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Immobilien Service - Unser Service für Sie


22 Jahre Landeskunde stehen Ihnen zur Verfügung. Wir möchten Ihnen helfen, die üblichen Fehler zu vermeiden.

Wir beraten Sie gerne beim Kauf Ihrer Immobilie und helfen Ihnen, Ihr Ziel sicher zu erreichen. Trotzdem möchten wir Ihnen hier ein paar Tips geben, worauf Sie beim Kauf Ihrer Immobilie achten sollten:

  • - Kaufen Sie keinen Grund ohne gültigen Grundbucheintrag, im schlimmsten Fall ist Ihr Geld und gekauftes Grundstück verloren, ohne dass Sie groß reklamieren können. Nur Paraguayer können einen gültigen Titel beantragen.

  • - Lassen Sie das gekaufte Land vorher durch einen staatlich anerkannten Vermesser noch einmal vermessen, um sicherzustellen, dass auch die angegebene Größe tatsächlich stimmt. Dies bewahrt Sie und natürlich auch uns vor bösen Überraschungen, nichts ist uns wichtiger als ein zufriedener Kunde.

  • - Lassen Sie den Titel vorher von einem staatlich anerkannten Übersetzer übersetzen. Lesen Sie in Ruhe den Titel durch und beraten Sie sich am besten mit einem Rechtsanwalt, ob damit auch alles in Ordnung ist. Die paar Euro sind es oftmals wert!.

  • - Erkundigen Sie sich vorher, ob die Notarin bei der der Verkauf abgewickelt werden soll, auch gute Referenzen besitzt. Leider gibt es auch schwarze Schafe unter den Notaren in Paraguay, welche oftmals mit sogenannten Immobilien-Firmen zusammen arbeiten.

  • - Achten Sie darauf, dass bei einem Grundstückskauf Nachbarn in Sichtweite sind. Paraguay ist ein armes Land und wir Deutsche sind oftmals beliebte Opfer für Überfälle. Leider haben wir diese traurige Erfahrung in letzter Zeit immer öfter zu hören bekommen, deswegen dieser Rat von uns. Oder schützen Sie sich ausreichend davor (Hohe Mauern, Eisengitter vor Fenster, Wachhunde, Wachdienste, Überwachungkameras, usw.)

  • - Lassen Sie sich Zeit bei Ihrem Vorhaben. Vergleichen Sie Preise, lassen Sie sich von mehreren Immobilien-Firmen beraten, nichts ist ärgerlicher als im Nachhinein zu erfahren, dass Sie das Grundstück für die Hälfte hätten kaufen können. Wir beraten Sie gerne kostenlos und scheuen auch keine Preisvergleiche. Fordern Sie einen kostenlosen Beratungstermin an, oder nehmen Sie Kontakt zu uns über Skype, Email oder Telefon auf.
  • Einwanderungsservice und andere Dienstleistungen


    Natürlich beantragen wir auch Ihre Aufenthaltsgenehmigung und Cedula für Sie. Als deutscher, österreichischer oder schweizer Staatsbürger benötigen Sie kein Visum zur Einreise. Sie erhalten automatisch ein Touristenvisum, das für 90 Tage gültig ist. Dieses Visum kann auf Antrag bei der Einwanderungsbehörde (migraciones) auf 180 Tage erweitert werden. Die Kosten dafür betragen ca. 30 Euro.

    Mit einer permanenten Aufenthaltsgenehmigung können Sie sich uneingeschränkt in Paraguay aufhalten. Dadurch können Sie einen Haupt oder Zweitwohnsitz nachweisen, durch Arbeit oder Selbsständigkeit können Sie alle steuerlichen Vorteile in Paraguay genießen.

    Damit Sie Ihre Daueraufenthaltsgenehmigung in Paraguay beantragen können, ist zumindest einmal die persönliche Anwesenheit des Antragstellers in Paraguay notwendig. Planen Sie dafür bitte einen Aufenthalt von ca. zwei Wochen ein. Als günstige Unterkunft empfehlen wir dieses Hotel

    Hier ist die Anschrift der paraguayischen Botschaft in Deutschland:

    Botschaft von Paraguay
    Konsulatsabteilung
    Hardenbergerstraße 12
    D-10623 Berlin
    Tel.: 030-319986-0 Fax: 17

    Welche Dokumente benötige ich für die Aufenthaltsgenehmigung?

    Für eingebürgerte deutsche Staatsbürger (z.B. frühere Staatsbürger der ehemaligen UDSSR)

    Bei Auswanderung o.g. Personen sind folgende Punkte zu beachten:


    Dokumente, die in den oben genannten Regionen durch entsprechende Behörden ausgestellt wurden (Beispielsweise Geburts- Heirats- oder Scheidungsurkunden), sind falls eine konsularische Vertretung der Republik Paraguay in den heutigen Nationalstaaten vorhanden ist, in den entsprechenden Konsulaten zu legalisieren.

    Falls in den oben genannten Nationalstaaten noch kein Konsulat der Republik Paraguay vorzufinden ist, bitten wir Sie die paraguayische Botschaft, ausschließlich in den konsularische Sprechzeiten: Mo. bis Fr. 09.30 bis 12.30 telefonisch unter: 030/ 31 99 86-0, vorab zu kontaktieren.

    Mehr Informationen hierzu finden Sie hier: Informationen der paraguayischen Botschaft

    Für Einwanderer aus Deuschland, Österreich und der Schweiz

  • - Reisepaß oder Personalausweis (beglaubigte Kopie, wird in Paraguay erledigt)

  • - Geburtsurkunde (Original oder durch entsprechende Behörden beglaubigte Kopie und vom paraguayischen Konsulat beglaubigt - nicht älter als 12 Monate)

  • - Heiratsurkunde oder Scheidungsurteil (Original oder durch entsprechende Behörden beglaubigte Kopie (Beglaubigung nicht älter als 5 Jahre) und vom paraguayischen Konsulat beglaubigt)

  • - Polizeiliches Führungszeugnis für Personen über 14 Jahre (von Bundeszentralregister überbeglaubigt und vom paraguayischen Konsulat legalisiert - darf nicht älter als 3 Monate sein)

  • Wenn das Führungszeugnis (Belegart N) im Ausland, zum Beispiel bei einer ausländischen Behörde, vorgelegt werden soll, wird oftmals verlangt, dass das Führungszeugnis mit einer Unterschrift sowie einer "überbeglaubigung" versehen wird. Dieses Verfahren muss zusätzlich formfrei beim Bundeszentralregister beantragt werden und kostet zusätzlich 13,- Euro. In einigen Ländern wird darüber hinaus neben der "überbeglaubigung" eine "Apostille" verlangt, die vom Bundesverwaltungsamt in Köln zusätzlich nach der "überbeglaubigung" auf dem Führungszeugnis angebracht wird. Es empfiehlt sich deshalb, dies gleich bei der Beantragung des Führungszeugnisses im Bürgerbüro zu sagen, damit der Antrag gesondert mit den entsprechenden Zusatzangaben an den Sachbereich "Internationale Rechtshilfe" beim Bundeszentralregister geschickt werden kann.

    Weitere Informationen für Antrag stellende Personen, die im Inland wohnen hier, für Antrag stellende Personen, die im Ausland wohnen hier.

    Kontakt für weitere Fragen

    Konnten Ihre Fragen nicht beantwortet werden, stehen wir Ihnen telefonisch unter +49 (0)228 99 410 - 4 0 zur Verfügung. Fragen zur Beantragung von Führungszeugnissen aus dem Ausland sowie zu überbeglaubigungen werden innerhalb unserer Servicezeiten von Montag bis Freitag 9 - 11 Uhr sowie Montag bis Donnerstag 13:30 - 15 Uhr unter +49 (0)228 99 410 - 56 68 beantwortet.
  • - Polizeiliches Führungszeugnis von der Interpol (wird in Paraguay erledigt)

  • - Auszug aus dem paraguayischen Strafregister für Personen über 14 Jahre (wird in Paraguay erledigt)

  • - Für Kinder und Jugendliche: Schul- und Studienzeugnisse oder Zertifikate (vom Bildungs-/Kultusministerium des Landes vom paraguayischen Konsulat beglaubigt)

  • - Genehmigung für Minderjährige, falls ein Erziehungsberechtigter Elternteil in Deutschland bleibt. Bei geschiedenen Eltern, die Genehmigung des in Deutschland verbleibenden, erziehungsberechtigten Elternteils

  • - Gesundheitszeugnis (wird in Paraguay erledigt)

  • - Polizeiliche Bestätigung über den derzeitigen Wohnort in Paraguay (wird in Paraguay erledigt)
  • - Nachweis der legalen Einreise (wird in Paraguay erledigt)

  • - Sechs Farbfotos 2,5 x 2,5 cm (wird in Paraguay erledigt)

  • - Ein Vermögen von 5.000 US$ (wird auf einem Geldinstitut in Paraguay deponiert) oder ein Nachweis für ein Arbeitsverhältnis auf dem Niveau eines Universitätsstudium oder eine Immobilie geeignet für eine Produktion oder Nachweis für die Gründung einer Gesellschaft

  • - Bankauskunft (wird für die Geldeinlage beim Geldinstitut benötigt) Es empfiehlt sich Auszüge des im Heimatland befindlichen Bank-Kontos mitzubringen.

  • - Nach Auskunft bei der Migracion könnte eventuell ein Rentennachweis an Stelle des Betrags von 5.000 US$ vorgelegt werden.

  • - Nachweis des geleisteten Versprechens der Einhaltung der Gesetze vor einem Notar (wird in Paraguay erledigt)

  • - Alle im Ausland ausgestellten Dokumente müssen vom Paraguayischen Konsulat beglaubigt und in Paraguay vom Aussenministerium legalisiert werden.

  • - Alle Dokumente müssen übersetzt sein (wird in Paraguay erledigt)

  • - Statt des Vermögensnachweises genügt für eine befristete Aufenhaltsgenehmigung folgendes:

    Nachweis eines Dienstverhältnises in Paraguay oder Nachweis einer Berufsausbildung auf dem Niveau eins Technikers oder für Minderjährige, Schulzeugnisse und Nachweis für einen gesicherten Unterhalt.

  • -Führerschein: Für den Antrag ist die Antragsbestätigung für die Aufenthaltsgenehmigung erforderlich.
  • Unser Komplettservice für Aufenthaltsgenehmigung, Cedula und Führerschein beträgt:

  • - Erwachsene: 800 Euro, ab 2 Personen 750 Euro pro Person

  • - Kinder bis 14 Jahre: 700 Euro

  • - Alle anfallenden Kosten sind im Preis mit inbegriffen.

  • - Der Betrag ist bei Auftragserteilung im Voraus zu bezahlen.

  • - Die Kosten für die Beantragung der Cedula sind nicht im Preis mit inbegriffen und werden erst später berechnet (100 Euro pro Cedula).

  • Für die Beantragung der Cedula sind folgende Dokumente nötig:

  • - Carnet der Aufenthaltsgenehmigung

  • - Zertifikat das die Authentizität der Aufenthaltsgenehmigung bestätigt

  • - Reisepaß oder Personalausweis (eine von der ausstellenden Behörde und vom paraguayischen Konsulat beglaubigte Farbkopie)

  • - Geburtsurkunde (Original oder durch entsprechende Behörden beglaubigte Kopie und vom paraguayischen Konsulat beglaubigt - nicht älter als 12 Monate)

  • - Heiratsurkunde oder Scheidungsurteil (Original oder durch entsprechende Behörden beglaubigte Kopie (Beglaubigung nicht älter als 5 Jahre) und vom paraguayischen Konsulat beglaubigt)

  • - Polizeiliche Bestätigung über den derzeitigen Wohnort in Paraguay (wird in Paraguay erledigt)

  • - Polizeiliches Führungszeugnis für Personen über 18 Jahre (von Generalbundesanwalt überbeglaubigt und vom paraguayischen Konsulat beglaubigt - darf nicht älter als 3 Monate sein)

  • - Polizeiliches Führungszeugnis von der Interpol (wird in Paraguay erledigt)

  • - Auszug aus dem paraguayischen Strafregister für Personen über 14 Jahre (wird in Paraguay erledigt)

  • - Kopie des Carnet des Ausländerregisters (wird in Paraguay erledigt)

  • - Kosten für die Cedula:

    Sollte nur die Beantragung der Cedula gewünscht werden, so beträgt der Preis für Kinder und Erwachsene 150 Euro wenn die erforderlichen Dokumente, die für die Aufenthaltsgenehmigung notwendig waren, noch vorhanden sind.

  • Was braucht man für die Erneuerung der Daueraufenthaltsgenehmigung?

  • - Seit 10. 11. 2006 ist eine Erneuerung nicht mehr notwendig. Die 10 jährige Aufenthaltsgenehmigung gilt nun für immer.

  • - Die Aufenthaltsgenehmigung braucht nur dann erneuert werden wenn sich irgendwelche Änderungen ergeben haben oder verloren wurde. Reisepaß oder Personalausweis

  • - Paraguayischer Personalausweis (Cedula)

  • - Paraguayisches polizeiliches Führungszeugnis für Personen über 14 Jahre

  • - Auszug aus dem paraguayischen Strafregister für Personen über 14 Jahre

  • - Polizeiliche Bestätigung über den derzeitigen Wohnort in Paraguay

  • - Zwei Farbfotos 2,5 x 2,5 cm

  • - Kosten: 300 Euro

  • Aktuelle Nachrichten
    Die neuesten Nachrichten aus Paraguay

    GELD VERDIENEN MIT AUFFORSTUNG

    SAN RAFAEL taz Ein Grundstück im mittelamerikanischen Staat Costa Rica. Bäume erobern Erde zurück, auf der noch vor rund 40 Jahren ein artenreicher Regenwald stand. Damals mussten Urwaldriesen eintönigem Weideland weichen. Jetzt wachsen hier wieder Bäume, deren dünne Stämme Leo Pröstler aber noch mit einer seiner kräftigen Hände umgreifen kann. Er überprüft, ob sie gesund sind. Alles sieht gut aus, und Pröstler lächelt. Der Gründer und ehemalige Chef des Ökoversands Waschbär lässt mit seiner neuen Firma BaumInvest die Fläche nahe dem Dorf San Rafael im Norden Costa Ricas wieder aufforsten. So will er Investoren Gewinn verschaffen und gleichzeitig das Treibhausgas Kohlendioxid binden. Die Bäume sollen mehr CO2 speichern als das Gras auf der Weide und später als teures Tropenholz verkauft werden.

    Nach diesem Prinzip funktionieren eine ganze Reihe von Fonds und Aufforstungsprojekte (siehe Kasten). "Insgesamt umfasst der Markt weniger als 50 Millionen Euro", sagt Jörg Weber, Chefredakteur von ecoreporter.de, einem Branchendienst für ethische und nachhaltige Geldanlage. "Aber das Volumen legt trotz Finanzkrise zu." Denn Holz sei weitgehend unabhängig von den Schwankungen der Aktienbörsen. "Bäume wachsen, selbst wenn die Finanzmärkte einbrechen." Attraktiv sind solche Projekte, weil Umweltschutzorganisationen wie der WWF Aufforstungen für ein geeignetes Mittel im Kampf gegen den Klimawandel halten. Aus diesen Gründen hat es Pröstler geschafft, seit Oktober 2007 von rund 300 Investoren zusammen 4,5 Millionen Euro einzusammeln. Bis Ende des Jahres sollen es circa 8 Millionen Euro sein. Damit will Pröstler 450 Hektar aufforsten. Das 200-Hektar-Grundstück, das er schon bepflanzt hat, überblickt er nun mit einem Feldstecher. Auf einer Parzelle am Horizont stehen übermannshohe Teak-Bäume. Wenige Meter vor Pröstler wachsen mittelamerikanische Almendros. Rechts daneben Bäume der Sorte Roble Coral. Damit erfüllt die Plantage gleich zwei Forderungen von Umweltschützern: "Keine Monokulturen!", sagt zum Beispiel Wald- und Klimaexpertin Guénola Kahlert vom WWF. Denn wenn Plantagen nur aus einer Art bestehen, sind sie anfälliger für Schädlinge, die womöglich mit umweltschädlichen Pestiziden bekämpft werden. Außerdem ist wichtig, dass die Bäume zur Umgebung passen: Der aus Australien stammende Eukalyptus etwa saugt mit seinen langen Wurzeln anderen Arten das Wasser weg. Deshalb will Pröstler seine Plantage zu 50 Prozent mit einheimischen Bäumen bepflanzen. Pröstler zeigt auf den Himmel, gerade fliegt ein Schwarm Papageien vorbei. Bald sollten noch mehr dieser tropischen Vögel kommen, vor allem die vom Aussterben bedrohte Papageienart Großer Soldatenara, sagt Pröstler. Dazu will er mindestens zehn Prozent der Fläche unbewirtschaftet lassen und ökologisch wertvolle Bäume anpflanzen, die Arten wie dem Soldatenara Lebensraum bieten.

    Tropenwald-Experte Thomas Spencer von der Umweltorganisation Germanwatch kennt aber eine noch klimafreundlichere Aufforstungsvariante: Wenn überhaupt kein Holz geschlagen wird. "Doch damit lässt sich kein Geld verdienen und dann würde ich keine Leute finden, die investieren", erklärt Pröstler. Zudem setze er auf Edelhölzer, die zum Beispiel in Möbeln verbaut werden. Darin bleibe ein großer Teil des CO2 auch nach dem Fällen der Bäume langfristig gebunden. Nur: Wer weiß schon, was genau mit dem Holz passiert - die Möbel könnten ja auch irgendwann in der Müllverbrennungsanlage landen, so dass das Treibhausgas entweicht. Sicher ist nur: 50 Prozent des CO2 in den Bäumen werden laut Pröstler freigesetzt, wenn sie gefällt werden.

    Mit einem Geländewagen geht es über eine holperige Schotterpiste ins Dorf. Links und rechts stehen ärmliche Häuser, viele haben nur Wellblechwände. Die einzige Kneipe ist dunkel, der Raum hat keine Decke, man sieht von innen direkt auf den nackten Dachstuhl. Pröstlers Sohn Stefan, der die Geschäfte in Costa Rica führt, wird von den Gästen sofort begrüßt und umarmt. Zu Beginn habe BaumInvest den Gemeinderat samt Bürgermeister in einer Versammlung über das Projekt informiert, sagt Leo Pröstler. Um die Akzeptanz zu erhöhen, hat er versprochen, zunächst etwa zehn Frauen jeweils einen Hektar der Plantage zu überlassen, auf dem sie Lebensmittel anbauen können. Auch der WWF fordert, bei Aufforstungsprojekten die Bevölkerung zu integrieren: "Naturschutz kann nur funktionieren, wenn die Leute vor Ort mitmachen", sagt Aktivistin Kahlert.

    Aber warum lassen die Anleger aus dem Norden überhaupt in Lateinamerika und nicht im eigenen Land aufforsten? Pröstlers Antwort ist typisch für Forstinvestoren: "In Deutschland dauert das 80 bis 100 Jahre, was ich hier in Costa Rica in 10 bis 20 Jahren fertig habe." Zudem wachsen die Bäume in den Tropen schneller.

    Zurück auf der Plantage, kraxelt Pröstler mit schweren Bergschuhen einen Hügel hoch. Seine Firmengründung, der Waschbär-Versand, musste 2001 Insolvenz anmelden und konnte erst unter neuer Führung saniert werden. Wie begegnet Pröstler Sorgen von potenziellen Anlegern, die ihr Geld lieber keinem ehemaligen Pleitier anvertrauen wollen? Der 61-Jährige ist nach dem Aufstieg ein bisschen außer Atem, als er sagt: "Ich habe aus der Waschbär-Insolvenz gelernt. Wir haben bei BaumInvest zum Beispiel keinen einzigen Cent auf Bankkredit bekommen." Waschbär sei schließlich auch unter dem Druck der Banken zusammengebrochen.

    Die Erfahrung der Initiatoren ist ein wichtiges Entscheidungskriterium bei der Auswahl von Fonds wie dem von BaumInvest, sagt Karin Baur, Geldanlage-Expertin der Stiftung Warentest. Interessenten sollten die Kosten etwa für die Verwaltung zwischen mehreren Angeboten vergleichen. Natürlich auch die Renditeprognosen, im Fall von BaumInvest im Schnitt 7 Prozent jährlich. Das ist aber nicht so einfach. Zentral ist die Frage, wie viel Teak zum Haupterntezeitpunkt in rund 20 Jahren kosten wird - eine schwere Vorhersage. Ein ungünstiger Wechselkurs könnte die Gewinne schmälern. Aussteigen können Investoren nur, wenn sie für ihren Anteil einen Käufer finden. Im schlimmsten Fall droht der Totalverlust der Anlage - für Unternehmensbeteiligungen gilt kein Einlagensicherungsfonds. Auch einen langen Atem brauchen die Investoren: BaumInvest etwa kündigt die erste Ausschüttung erst für 2022 an. Für Baur ist deswegen klar: "Diese Anlageart gehört zu den riskanten Investments. Man sollte schon ein fünf- bis sechsstelliges Vermögen haben und sich nicht mit mehr als 10 Prozent davon engagieren."

    Die Gründungsinvestoren von BaumInvest haben offenbar so viel Geld: Ursula und Michael Sladek etwa, die Gründer des Ökostromanbieters EWS Schönau, haben zusammen 100.000 Euro in das Projekt gesteckt. Genauso wie der bio verlag. Er verkündete seinen Einstieg auch gleich in seiner Zeitschrift Schrot & Korn. Manche seiner Investoren wollten mit BaumInvest auch Marketing betreiben, sagt Pröstler in der Baumschule der Plantage, wo Mitarbeiter in rund 50 Beeten mit roter Erde aus Samen Bäume für die Aufforstung ziehen. Die Gefahr, dass die Anleger mit BaumInvest ihr Öko-Image aufhübschen und nichts tun, um selbst weniger Klimagase zu verursachen, hält Pröstler für gering. "Da ist niemand dabei, dessen wir uns schämen müssten", meint der Unternehmer.

    Alle Anleger bekämen demnächst Zertifikate, die ihnen bescheinigen, wie viel Tonnen CO2 ihr Teil der Plantage bindet. Das rechne der TÜV Süd anhand eines neuen Standards der Stuttgarter Organisation CarbonFix aus. Insgesamt 9.000 Durchschnittsdeutsche könnten so ihre Emissionen während der Laufzeit des Projekts ausgleichen. Diese Zertifikate lassen sich auch verkaufen. Ihr Wert könnte noch steigen, falls solche Aufforstungsprojekte auch im geplanten internationalen Klimaabkommen anerkannt würden. Aber das steht noch in den Sternen. Deshalb und weil geeignete CO2-Zertifikate in der Gründungsphase der meisten Aufforstungsprojekte noch nicht auf dem Markt waren, haben Projektanbieter ihre Renditeprognosen oft ohne die Erlöse aus diesem Handel kalkuliert.

    Der CarbonFix-Standard ist aber für WWF-Expertin Kahlert auch ein Indiz dafür, dass eine Plantage sozial und ökologisch geführt wird. Das Siegel der Organisation Forest Stewardship Council (FSC), das BaumInvest zusätzlich anstrebt, geht ebenso in diese Richtung. Solche Zertifikate schließen zum Beispiel aus, dass Scharlatane Gebiete eigens für die Aufforstung erst einmal abholzen. Oder dass sie so viel Holz schlagen, dass sich das Ökosystem nicht mehr regenerieren kann. Kahlert warnt dennoch: "Es gibt auf dem Markt eine Menge schwarze Schafe."

    Doch selbst das umwelt- und sozialverträglichste Aufforstungsunternehmen ist der Naturschützerin nicht so lieb wie Programme zum Schutz bestehenden Waldes. Schließlich weiß sie: "Ein aufwachsender Baum speichert nicht so viel CO2 wie ein ausgewachsener." Und Klimafachmann Spencer warnt davor, sich durch Aufforstungsprojekte ein reines Gewissen erkaufen zu wollen: "Einen viel größeren Nutzen für das Klima hat es, Energie zu sparen und weniger Treibhausgase zu verursachen."

    Forstinvestments mit unterschiedlichen Risiken

    Schlier, 25. Januar 2010. Der internationale Klimagipfel von Kopenhagen hat gezeigt, wie weit die Interessen der beteiligten Staaten auseinanderdriften, dass langfristige Ziele nur schwer verbindlich zu definieren sind. Bei den Verhandlungen wurde auch deutlich, mit welchem Selbstbewusstsein und Nachdruck gerade die kleineren Staaten der südlich Hemisphäre Taten einforderten, denn gerade diese Staaten sind von dem Klimawandel am meisten betroffen. 

    Dabei trifft eine Reihe dieser Länder schon die ihnen möglichen Maßnahmen, um ihren Teil im Kampf gegen den Klimawandel beizutragen. Dazu zählt vor allem die Wiederaufforstung von Wäldern als einer der wichtigsten CO2-Speicher. Da gerade die Länder in
    tropischen Breitengraden dies nicht alleine bewerkstelligen können, schaffen sie Investitionsanreize für die reichen Industriestaaten. Denn mit dem Holz vor allem der Tropenwälder lässt sich bei nachhaltiger Forstwirtschaft zusätzlich gutes Geld verdienen. Dies geht für deutsche Anleger zum Beispiel über Direktbeteiligungen. „Allerdings sollten sich Investoren gut über die jeweiligen Länder informieren“, rät Josef Miller, Vorstand der Miller Forest Investment AG. Allein in Südamerika seien die Unterschiede zwischen den Staaten teilweise erheblich. Ganz wichtig sind Investitionsschutzabkommen, mit denen die betroffenen Länder Forstinvestments und andere nachhaltige Engagements fördern. 

    Das schlechte Image einzelner Staaten mit unsicheren politischen und wirtschaftlichen Verhältnissen würde auf gefestigte und gesunde Nachbarstaaten abfärben, so Miller. Und das führe zu Vorurteilen. Während Kolumbien oder Bolivien noch immer als äußerst risikobehaftet gelten, weist zum Beispiel Paraguay dagegen ein Rechtssystem auf, das zu rund 80 Prozent auf dem deutschen Rechtssystem beruht. Das deutsch-paraguayanische Schutzabkommen sichert die Investition deutscher Anleger ab. 

    Gleichwohl sollten deutsche Anleger nur in solche Projekte investieren, bei dem ein professionelles und am besten eigenes Management vor Ort die Investition überwacht und betreut. Ein solches Management-Team ist ortskundig, mit den Mentalitäten vertraut und stellt durch aktives Handeln die Wirtschaftlichkeit des Projektes sicher. 


    Quelle: von Lieres und Wilkau Public Imaging Consulting / pressbot.net

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    Kurs vom 03. September 2010
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