Analyse der Außenminister des Mercosur nach ihrem Treffen in Buenos Aires


Die Außenminister des Mercosur kamen in Buenos Aires zu einem Folgetreffen nach ihrer vorherigen Zusammenkunft am 11. April zusammen. Sie hoben hervor, dass erstmals seit 34 Jahren nach der Unterzeichnung des Vertrags von Asunción zwei Außenministertreffen innerhalb eines Monats stattfanden. Dies sei ein klares Zeichen für das Engagement der Mitgliedsstaaten zur Stärkung und Einheit des Mercosur sowie ihrer Entschlossenheit zu dessen Modernisierung.

Die Minister wiesen auf die dynamische, herausfordernde internationale Lage hin, die durch einen substantiellen Wandel im internationalen Handel gekennzeichnet ist. In diesem Zusammenhang betonten sie die Bedeutung der Stärkung des Blocks und der Vertiefung der Integration durch die Beseitigung von Handelshemmnissen innerhalb der Zone.

Die Bedeutung der regionalen Koordinierung, Entwicklung und des Wohlstands in den Mitgliedsländern wurde hervorgehoben. In Bezug auf die Dynamisierung der externen Agenda unterstrichen sie die Relevanz jüngster Fortschritte wie den Abschluss des Abkommens mit der Europäischen Union und den Verhandlungsfortschritt mit den Vereinigten Arabischen Emiraten mit dem Ziel, diese Abkommen im Jahr 2025 zu unterzeichnen.

Ferner stimmten die Minister darin überein, in der zweiten Jahreshälfte 2023 Außenverhandlungen mit für alle Partner kommerziell relevanten Ländern voranzutreiben. Zudem bekräftigten sie den auf dem Treffen am 11. April 2023 erzielten Konsens über die Notwendigkeit, die nationale Ausnahmeliste vom Gemeinsamen Außenzoll jedes Mercosur-Mitglieds vorübergehend auf bis zu 50 Zollcodes auszuweiten.

Die Außenminister vereinbarten, den offenen und konstruktiven Dialog während der jüngsten Treffen fortzusetzen mit Blick auf die 66. Ordentliche Sitzung des Gemeinsamen Marktes und den Mercosur-Gipfel der Staats- und Regierungschefs am 2. und 3. Juli 2023 in Buenos Aires.

Die Außenminister Boliviens, Brasiliens, Paraguays und Uruguays dankten dem argentinischen Außenminister Gerardo Werthein für die Einberufung, die argentinische Gastfreundschaft und die Bereitschaft aller Mitglieder, den Mercosur zu stärken.