Bürgerliche Solidarität unterstützt Behördenarbeit in Bahía Negra


Die Einwohner von Bahía Negra hatten die Untätigkeit der Kommunalbehörden bei der Instandsetzung der Straßen angeprangert. Diese Vernachlässigung gefährdete die Unversehrtheit der Bevölkerung, insbesondere von Kindern und Frauen, da über mehrere Tage hinweg nur mit Traktoren innerhalb der Ortschaft gefahren werden konnte.

Zu dem Drama der beschädigten Straßen kam die Abwesenheit einer Kanalisation oder Entwässerung hinzu, was die Gefahr einer möglichen Überschwemmung der Stadtviertel barg. Die Regenwasser aus dem Landesinneren, die auf der Suche nach dem Fluss keine geeigneten Kanäle vorfanden, begannen Häuser und Straßen zu überfluten.

Angesichts der weit verbreiteten Beschwerden der Anwohner beauftragte die Gemeindeverwaltung unter Bürgermeister Joao Ferreira (ANR – FR) für einige Tage Baumaschinen und begann mit den Entwässerungsarbeiten. Die Arbeiten schritten jedoch nur langsam voran und dauerten nach Angaben der Anwohner nur wenige Tage.

Über eine WhatsApp-Gruppe organisierten die Bürger eine Sammlung, um die Arbeiten fortzusetzen. Die Idee wurde von Cristian Ayala, einem der jungen Anführer des Ortes, lanciert. Innerhalb weniger Stunden erhielt der Spendenaufruf in diesem sozialen Netzwerk eine positive Resonanz, sodass eine beträchtliche Summe sowie Treibstoffspenden zusammenkamen.

Mit dem gesammelten Geld konnte der Einsatz eines Baggers finanziert und die Entwässerungsarbeiten fortgesetzt werden, um das Wasser schließlich in den Fluss abzuleiten. Zu dieser lobenswerten Aufgabe gesellte sich auch eine leistungsstarke, ähnliche Maschine der Provinzregierung, mit der die Kanalisationsarbeiten beschleunigt und eine Überschwemmung der Ortschaft verhindert werden konnte.

Ayala hob den solidarischen Geist der Menschen hervor, die ohne Einwände und angesichts des enormen Bedarfs sofort Hilfe leisteten. Gleichzeitig betonte er, dass mit wenigen Mitteln viel in der Gemeinschaft erreicht werden kann – es brauche nur Willen und Arbeitseifer, erklärte er in offener Anspielung auf die Untätigkeit der lokalen Behörden.

In einer offenen Konfrontation mit einem Teil der Bevölkerung bedankte sich die Gemeindeverwaltung auf ihrer offiziellen Facebook-Seite bei der Provinzregierung für die Bereitstellung von Maschine und Bediener. Die Geste der organisierten Bürger erwähnte sie jedoch nicht.

In einem Telefonat erklärte der Bürgermeister, dass die Gemeinde eine Firma mit den Entwässerungsarbeiten beauftragt habe, die zuvor aufgrund der Regenfälle nicht durchgeführt werden konnten. Auf die Aktion der solidarischen Bürgergruppe angesprochen, dankte er für die Geste und betonte, dass in solchen Momenten alle zusammenhelfen müssten.

Abschließend sagte Ferreira, dass nun, da die Wetterbedingungen es erlauben, die Instandsetzungsarbeiten an den durch den Traktorverkehr schwer beschädigten Straßen der Ortschaft durchge