Der Fluss Paraguay überschreitet normalen Jahrespegelstand im Pantanal-Gebiet


Der für diese Jahreszeit als normal geltende Pegelstand von über 5 Metern wird derzeit vom Fluss Paraguay überschritten. Aktuell verzeichnet er eine Höhe von 6,18 Metern mit einer täglichen Zunahme von 10 bis 15 Zentimetern, die jedoch mit dem Aufhören der Regenfälle, wie in den letzten Tagen beobachtet, allmählich abnehmen wird.

Die starken Regenfälle, die am 23. März in dieser Chacoregion begannen und bis heute fast 800 mm erreichten, führten nach langer Zeit zu Überschwemmungen von Bächen und Lagunen. Die Wassermassen ergießen sich mit voller Kraft in den Fluss und verursachen diesen beträchtlichen Anstieg.

Für die Schifffahrt, die in unserem Land zuletzt durch anhaltend niedrige Pegelstände stark beeinträchtigt war, ist dieser signifikante Wiederanstieg von Vorteil, da die Befahrbarkeit für große Frachter, die Mineralien und Getreide zum Río de la Plata transportieren, nun gewährleistet ist.

Mitte März lag der Pegelstand gerade über 3 Metern, doch durch die anhaltenden Regenfälle konnte sich dieser Wert verdoppeln und der Schifffahrtsbranche eine wirtschaftliche Erholung ermöglichen. Sollten die starken Niederschläge andauern, könnte der Fluss in dieser Pantanal-Region noch weiter ansteigen.

Die Regenmengen sind jedoch schädlich für das Departamento Alto Paraguay, dessen Bewohner aufgrund überschwemmter Straßen von der Außenwelt abgeschnitten sind. Die hohen Wasserstände tragen jedoch zur Auffüllung des Flusses entlang des Ufers bis zur Mündung in den Río Paraná im Süden bei.

Dank einer von der Nationalen Notfallbehörde entsandten Motorpumpe konnte das Regenwasser in der Stadt Fuerte Olimpo nahezu vollständig abgepumpt werden. Somit können die von Überschwemmungen betroffenen Bewohner bald in ihre Häuser zurückkehren.

Seit Samstag wurden in diesem Bezirk keine Regenfälle mehr verzeichnet, wodurch sich die Wassermassen aus den ländlichen Gebieten in Richtung Chaco zurückziehen. Dies nährt die Hoffnung, dass die Straßen bald wieder befahrbar sind und Reparaturarbeiten aufgenommen werden können.

Die Stadtverwaltung hat bereits einen Antrag auf Instandsetzung der fragilen Erdmauer, die die Stadt vor möglichen Überschwemmungen schützt, an das Ministerium für öffentliche Arbeiten und Verkehr sowie die Nationale Notfallbehörde gestellt.