Zuckerrohranbauer marschieren nach Asunción und fordern Fertigstellung der Alkoholanlage in Troche


Eine bedeutende Gruppe von Zuckerrohranbauern aus dem Departement Guairá ist nach Asunción marschiert, um gegen die Nichteinhaltung des Regierungsversprechens zur Fertigstellung der Alkoholanlage im Distrikt Mauricio José Troche zu protestieren. Braulio Salinas, Vertreter der Zuckerrohrbauern, erklärte, dass die Fertigstellung für das Jahr 2023 zugesagt wurde, da die Erweiterung der Anlage im Jahr 2022 begann. Bislang blieben die Anbauer jedoch mit Rohstoffen und Ausgangsmaterial auf der Strecke, ohne die Zuckerrohrproduktion in dem erforderlichen Umfang fortsetzen zu können.

Die überschüssige Zuckerrohrernte verfault auf den Feldern, da die Verarbeitung ausbleibt. Braulio Salinas führte aus, dass die Maschinen zu 98% vorhanden sind, Petropar sie jedoch nicht installiert, damit die Produzenten arbeiten können. Derzeit arbeiten sie mit veralteter, über 40 Jahre alter Technik. Salinas betonte, dass 45.000 Menschen ihren Lebensunterhalt mit dieser Arbeit verdienen und die vom Staat zu erledigende Alkoholproduktion übernehmen.

Sollten bei Petropar Gelder veruntreut worden sein, müsse die Anlage trotzdem fertiggestellt werden, da das Projekt vom Nationalkongress genehmigt wurde. Am Mittwoch treffen sich die Zuckerrohrbauern mit dem Vizepräsidenten Pedro Alliana und dem Gouverneur von Guairá, César Sosa. Guairá, Caazapá und Caaguazú gelten als historische Zuckerrohranbaugebiete. Petropar erklärte, den Anbauern sei eine Lüge aufgetischt worden, da keine Mittel für den Anlagenbau vorhanden seien. Eine funktionierende Alkoholanlage in Troche könnte die Industrie mit Alkohol versorgen.